Aus meinem alten Beruf kenne ich die oben erstgenannten Worte allzu gut. Wie mühselig waren manchmal die tagelangen Unkrautvernichtungsaktionen, bei welchen nicht wenige Kräuter im wahrsten Sinne des Wortes in die Tonne gewandert sind. Erst nach einer gewissen Zeit setzte ich mich dann etwas mehr mit dieser Thematik auseinander, was genau ich da gerade in die Tonne beförderte (oder auf die Biogasanlage auf einen riesigen Komposthaufen). Nicht nur als Ernährungsberaterin, sondern auch als Athletin gebe ich nicht selten Ratschläge, hinsichtlich Supplements und Co. Wir kaufen (mich mit einbezogen) sogenannte Superfoods oder Greens mit einem Mausklick im Internet ohne oft zu wissen, wo diese überhaupt herkommen oder deren eigentliche Pflanze überhaupt aussieht. Der Mensch sucht so oft im Außen und macht es sich damit viel zu leicht, anstelle sich mal direkt vor die Füße zu schauen oder wenige Meter vor die Haustür zur nächsten Wildwiese zu bewegen. Manch einer würde sich wundern, was er bei der Gartenarbeit (falls man einen Garten hat und diesen selbst pflegt) an wertvollen Kräutern wegwirft und man es sich eigentlich bei der nächsten Onlinebestellung sparen könnte. Im heutigen Überfluss weis doch kein Mensch mehr, wie man sich von der Natur noch ernähren kann (behaupte ich nun einmal).

Stell dir einmal eine Notsituation wie damals in Kriegszeiten vor, in welcher Lebensmittelknappheit herrscht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Anzahl der überlebenden Menschen fast genauso drastisch reduziert wie die Lebensmittel. Nicht nur hinsichtlich einer pflanzlichen Kost, welche in gewisser Weise einfacher zu beschaffen ist, sondern auch einer tierischen Kost mit Fleisch und Fisch. Wer ist heutzutage noch imstande, sich sein Steak selbst zu jagen und zu erlegen? Dieses Thema würde nun jedoch überhandnehmen, womit ich mich wieder dem Grünzeug 😉 widme.

Seit Entstehung meines Blog (ich kanns nicht leugnen) suche auch ich immer wieder nach neuen Mittelchen und Produkten, welche ich dir weiterempfehle (oder ggf. warne, wenn ich diese für nicht gut empfinde). Doch Nun hat mich mein Hobby bzw. alter Beruf wieder teilergriffen. Im folgenden Text erkläre ich dir

 

  • Was überhaupt Unkraut ist
  • Was Unkraut dir nochso bringt außer grün auf deinem Teller
  • Wie du geeignete Kräuter erkennst und diese verwerten kannst
  • Was du zum Sammeln benötigst
  • Auf was du beim Sammeln achten solltest
  • Inhaltstoffe bestimmter Kräuter
  • Geeignete Standorte zum Sammeln
  • Bücherempfehlungen

Was ist überhaupt Unkraut?

 

Als Unkraut werden solche Pflanzen betitelt, welche nicht gewollt bzw. nicht erwünscht sind. Leider urteilt der Mensch dem hingegen, dass er aus diesen Kräutern (angeblich) keinen Nutzen mehr ziehen kann. Im Nachfolgenden möchte ich anstelle des Wortes Unkraut die vielmehr treffende Bezeichnung Wildkraut bzw. Wildpflanze verwenden (klingt auch nicht so abwertend). Diese Gewächse sähen sich durch Wurzelsamen oder auch Flugsamen quasi von selbst aus und stören den Menschen oft auf visuelle Art in angelegten Zierpflanzenbeete.

Die Natur schenkt uns einen reich gedeckten Gabentisch – wir kennen ihn nur nicht mehr1

Ausgleich durch Kräuter sammeln

 

Je nach beruflichen bzw. alltäglichen Tätigkeiten, bietet dir das Kräutersammeln nicht nur einen körperlichen Ausgleich sondern ist ebenso eine willkommene mentale Abwechslung zum Alltag. Vielleicht freust du dich auch immer wieder auf einen Sonntagsspaziergang, bei dem man einfach nur die Seele baumeln lassen kann. Warum diesen auch nicht während der Woche? Anstelle TV zu schauen oder ein Buch zu lesen bietet sich ebenso ein Rundgang an der frischen Luft an. Bekanntlich lässt uns ein Spaziergang am späten Nachmittag/ Abend auch besser schlafen. Warum sollten wir dies dann nicht noch weiter ausbauen und 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Abendessen beim Lieferservice Natur bestellen? Versuch es aus und fange am besten schon heute damit an. Ich verspreche dir, es wird dir gefallen 😉

So erkennst du Wildkräuter

 

Leider kann ich dir hier keine pauschale Aussage geben, da jede Pflanze doch unterschiedliche optische Merkmale ausweist. Dies auf einen bestimmten Punkt herunterzubrechen ist meines Wissens nach nicht möglich. Ein Merkmal gibt es, was ich aber nicht unbedingt als Auswahlkriterium bei der Kräutersammlung nehmen würde. Du kannst davon ausgehen, dass alles Giftige bzw. Schädliche für den Menschen (meist – Nicht immer!) ziemlich ekelhaft schmeckt. Manchmal ist es aber auch die Dosis eines bestimmten Inhaltsstoffes, welche schädigend auf deinen Körper wirken kann, daher auch der Spruch der Medizin – Die Dosis macht das Gift!

Mache dich also ausreichend schlau, lese Bücher oder besuche am besten einen Lehrgang in deiner Umgebung. Meist werden diese bei Volkshochschule oder von örtlichen Obst- und Gartenbauvereinen angeboten. Suche einfach nach Kräuterlehrgang oder Kräuterwanderungen. Bei letzterem dürfte dir ein noch besseres Wissen hinsichtlich den Standtorten bestimmter Gewächse und auch dem Sammeln selbst vermittelt werden.

 

 

Was du zum Sammeln benötigst

 

Neben einer positiven Einstellung zur Natur brauchst du Recht wenig Utensilien zum Sammeln von Kräutern. Meist kannst du diese ganz einfach von Hand pflücken. Bei manchen eignen sich jedoch kleine Hilfsmittel wie Schere (bei sehr krautigen Gewächsen) oder Messer (zum Wurzelstechen).

Ebenso würde ich dir empfehlen, deine Sammeleien in einen Stoffbeutel zu tun. Dieser ist luftdurchlässig, welches gerade im Sommer praktischer ist, damit deine neu errungene Kost nicht schon welkt, bevor du noch zuhause angekommen bist. Zudem kannst du diesen natürlich auch bei deinem nächsten Gemüse- oder Obsteinkauf nutzen.

Geschenkidee für Familie und Freunde

Eine prima Idee auch, gleich deine Freunde oder Familie mit deinem neuen Hobby zu beschenken! Ob einfach nur so oder vielleicht zum Geburtstag oder Weihnachten. Sei kreativ und stelle verschiedene Kräutermischungen zusammen oder mache Lavendelsäckchen.

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Vorsicht beim Sammeln

Geeignete Handschuhe dabei zu haben kann sinnvoll sein, denn Brennnessel oder Wolfsmilchgewächse wie z.B. der Löwenzahn können hautreizende Symptome verursachen. Ebenso solltest du dir vor deinem Sammelabendteuer nicht nur die geeigneten Pflanzen ansehen, welche zum Verzehr geeignet sind, sondern auch diejenigen, welche hochgiftig sind. Dies kann dich vor gefährlichen Verwechslungen schützen! Hier möchte ich dir nur kurz ein Beispiel nennen, welches eine wirkliche Gefahren darstellen kann.

Bärlauch sammeln

Gefahren der Verwechslung mit hochgiftigem Aronstab, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose.

So lecker der Bärlauch auch ist und so wunderschön die Maiglöckchen auch blühen, genau schädigend kann letzteres auch sein. (Ebenso Aronstab und Herbstzeitlose). Eine gute dargestellte grafische Ansicht der drei Pflanzen findest du hier.

Außerdem solltest du beim Sammeln der Kräuter auch auf ein gesundes Aussehen der Pflanzen achten. Einfach ausgedrückt solltest du ein saftiges gesundes Grün vorfinden ohne irgentwelche (evtl. von Pilz befallenen) gepunkteten oder von Schädlingen angefressene Blätter bzw. Pflanzenteile.

 

Inhaltsstoffe

 

Doch nun zu dem angenehmeren Teil. Einige heimische Pflanzen haben einen unglaublichen positiv hohen Anteil an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, welche ich dir hier nun nicht vorenthalten will. Jedoch beschränke ich mich auf die am einfachsten zu erkennenden Pflanzen, bei welchen du keine so hohe Verwechslungsgefahr hast. Ebenso gebe ich dir am Schluss des Beitrags noch einige gute Ratschläge zu wissenswerten Büchern, welche dein Wissen zur „Kräuterkunde“ wieder auf ein ganz anderes Level bringen werden.

Brennnessel

Unglaublich aber war: Die Brennnessel hat einen wahnsinnig hohen Proteingehalt! Als Blattgemüse kannst du diese ähnlich wie Spinat zubereiten. Außerdem enthalten sind Kalium, Calcium3 sowie ein hoher Anteil Vitamin C. Der Tee aus den Brennnesselblättern bzw. Stängeln hat zudem eine harntreibende Wirkung.

Gänseblümchen

Ja, du hast richtig gelesen! Das Gänseblümchen beinhaltet nicht nur Eisen, Kalium, Calcium, Vitamin A+C+E4, sondern dient tatsächlich auch in Nobelrestaurants als schmackhaftes Highlight. Außerdem kannst du Gänseblümchenblüten als hervorragende Dekoration zu Salaten verwenden. Aber auch in Kräuterbutter oder -quark setzen diese nicht nur einen optischen, sondern auch durch ihren leicht nussigen Geschmack einen gewissen Akzent.

Löwenzahn

Nicht nur als Löwenzahnsalat, sondern auch als Tee punktet diese einheimische Pflanze mit ihrem hohen Kaliumgehalt. Letzteres wird auf der getrockneten Wurzel gewonnen und beinhaltet ebenso gesundheitsfördernde Bitterstoffe, welche bei Gallenproblemen helfen sollen.6 Auch dient die Löwenzahnwurzel als Kaffeeersatz und soll zudem eine blutreinigende sowie -bildende Wirkung haben.

Spitzwegerich

Leicht zu erkennen ist der Spitzwegerich. Auf heimischen Wiesen findest du diesen über das ganze Jahr. Jedoch am empfehlenswertesten sind die noch jungen zarten Blätter, welche du als Tee bei Hustenbeschwerden oder auch mit Honig als Hustensirup anwenden kannst.

Scharfgarbe

Zwar besteht hier eine Gefahr der Verwechslung zu in gering, giftigen Arten, jedoch möchte ich dir das Allroundtalent nicht vorenthalten. Solltest du dir jedoch nicht zu 100%  beim Sammeln dieser Pflanze sicher sein, den gesundheitlichen Eigenschaften aber dennoch kennenlernen willst, rate ich dir vorerst zu Scharfgabenkraut hinsichtlich der Herstellung von Tee.

Dieses Kraut hilft nicht nur bei Menstruationsbeschwerden, sondern auch gegen Appetitlosigkeit, Diabetes, Durchfall, Kopfschmerzen, Gicht, Kreislaufschwäche, Blähungen, Nierenprobleme, Rheuma sowie Verstopfung. Ebenso dient die Pflanze als Stärkung, hat entzündungshemmende sowie krampflösende Eigenschaften.7

Standorte zum Sammeln

Wie du dir natürlich denken kannst, spielt auch der Standtort bzw. dessen Umgebung eine wichtige Rolle. So solltest du vielleicht nicht gerade direkt neben einer stark befahrenen Straße oder auf der nächstgelegenen Hundewiese deine Sammlung starten. Suche am besten nach einer Wiese o.ä. welche so ungenutzt und unbesucht wie möglich ist. Dies kann zum Beispiel an einem Waldrand oder eine Wiesenlichtung im Wald sein. Außerdem solltest du darauf achten, dass es kein Gedüngter Acker oder mit Chemie gehandelte Grünfläche ist.2

Achtung vor Schädlingen!

Am bekanntesten ist wohl der Fuchsbandwurm, welcher sich meist auf Waldbeeren absetzt. Um den Gefahren dessen aus dem Weg zu gehen wasche deine gesammelten Kräuter mindestens dreimal mit kaltem Wasser ab, bevor du diese verwendest! Falls du etwas daraus kochen solltest, lasse dies mind. einmal kurz auf 80°C erhitzen, damit eventuelle Bakterien abgetöten werden.

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Meine Buchempfehlungen

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Quellen:
1
Udo Ulfkotte, Was Oma und Opa noch wussten So haben unsere Großeltern Krisenzeiten überlebt, Rottenburg, Kopp Verlag, 2012

2 https://www.gruene-smoothies.info/10-groessten-wildkraeuter-gefahren/, Stand 05.08.2019

3 https://www.onmeda.de/heilpflanzen/brennnessel-wirkung-und-inhaltsstoffe-2300-2.html, Stand 06.08.2019

4 https://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/gaensebluemchen/, Stand 06.08.2019

5 https://www.kuk-nk.de/?p=5420, Stand 06.08.2019

6  https://www.gesundheit.de/lexika/heilpflanzen-lexikon/loewenzahn-anwendung, Stand 06.08.2019

7 http://magischepflanzen.de/10-essbare-kraeuter/#6_Gemeine_Schafgarbe_Achillea_millefolium, Stand 06.08.2019